Meditativer Tanz in der Stiftskirche lockt viele Interessierte

OBERNKIRCHEN. Im Rahmen des Projektes „Erlebnisraum Taufe“ gab es kürzlich in der Stiftskirche die Gelegenheit, den meditativen Tanz kennenzulernen. Die Mitwirkenden des Gottesdienstes führten mit Musik und Lesungen zum Thema „KlangRaum Taufe“ hin und trugen im Altarraum selbstentwickelte Tänze vor. Besucher, die mitmachen wollten, konnten coronakonform, unter Berücksichtigung aller Hygienevorschriften und mit viel Abstand, am Platz selbst mitmachen und erleben, wie es sich anfühlt im Glauben zu tanzen.

Der Tanz gilt als eine der ältesten Ausdruckformen der Menschheit. Menschen aller Zeiten und Kulturen tanzten, weil es jedem die Möglichkeit bietet, nahezu alle denkbaren Lebensinhalte körperlich auszudrücken. Die Idee, sich auch in der Stiftskirche Obernkirchen mit dem Tanz zu beschäftigen entstand im Team bereits im vergangenen Jahr, so Pastorin Heike Köhler: „Wir in der Gruppe haben die Musik aus dem Kurzfilm zum Thema Erlebnisraum Taufe im letzten Sommer sehr häufig und intensiv erlebt. Jeden einzelnen von uns, haben diese imposanten Melodien fast magisch in den Bann gezogen. Daraus entstand dann die Idee, sich in diesem Jahr, da der Erlebnisraum Taufe fortgeführt wird, mit dem Tanz zu beschäftigen und diesen Gottesdienst anzubieten.“

Zahlreiche Interessierte hatten sich hierzu am Freitagabend eingefunden. Nach einem Orgelvorspiel durch Organistin Regina Ackmann stellte Pastorin Heike Köhler die Besucher auf das Thema „…und Gott tanzt mit“ ein. Zwischen unterschiedlichen Lesungen konnten die Besucher zunächst zuschauen, wie sich Relindis Allerup, Britta Freche, Margret Krüger, Monika Wilms und Renate Wöbbeking zu den Themen „Geben und Nehmen“, sowie „Unendlichkeit mit Lied“ als Einheit und doch jeder für sich, bewegten. Der meditative Tanz, in der Regel um eine gestaltete Mitte, wie zum Beispiel in der Stiftskirche um eine brennende Kerze, soll eine sammelnde, zentrierende Kraft entfalten. Durch langsame, rhythmische Bewegungen werden die Tänzer nicht nur physisch, sondern auch seelisch von außen nach innen in die eigene Mitte geführt. Die Gottesdienstbesucher konnten dies im Verlauf des Abends nachspüren, ein ganzheitliches, inneres Sammeln, erproben und ausprobieren. Sicherlich für viele ein sehr wertvolles Erlebnis, gerade in dieser ungewissen Zeit, sich ganz in der Musik zu verlieren, Ablenkungen und Zerstreuungen zu finden – und mit Gott zu tanzen.

Noch bis zum 25. Juli gibt es zahlreiche Angebote rund um das Thema „ErlebnisRaum Taufe“. Auskünfte hierzu gibt es im Internet unter www.erlebnisraumtaufe.de oder direkt in der Stiftskirche. Diese ist derzeit Freitag bis Sonntag zwischen 15 und 18 Uhr, sowie zu weiteren Sonderzeiten geöffnet.

Anja Hillmann Reporterin, veröffentlicht am 22.04.2021in der SZ

 


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