Zahlreiche Besucher

Zukunftsweisendes Projekt: ErlebnisRaum Taufe beendet

OBERNKIRCHEN. Der ErlebnisRaum Taufe ist Geschichte, in dieser Woche wird er abgebaut, rund 3500 konnten in der Stiftskirche begrüßt werden, sagt Dr. Heike Köhler, die das Projekt betreute und managte.

OBERNKIRCHEN. „Sehr glücklich“ sei sie im Rückblick, erzählt Köhler, vor allem die Veranstaltungen rund um das Event seien sehr gut besucht gewesen, und wenn man das Umfeld bedenke, nämlich die Pandemie, dann seien es auch sehr viele Angebote gewesen. Viele Besucher, die von außerhalb gekommen seien, wären über die Fülle der Angebote überrascht gewesen, „das hatten sie nicht erwartet“. Meditativer Tanz, Atelier Vielfalt, das in der Kirche zu musikalischen Klängen malte, eine Biografiegeschichte zum Thema Taufen oder die Wanderungen von Cornelia Künzel zu den Quellen: Die Angebote wurden angenommen, die Rückmeldungen seien super gewesen, sagt Köhler, „durch die Bank“.

Es sei eine neue Art der Ehrenamtsarbeit entstanden, weil die Helfer und Helferinnen nicht nur aus der Bergstadt mit angepackt hätten, sondern aus Hannover, Springe, Auetal, dem gesamten nahen und fernen Umland angereist seien, von überallher, und so habe man ins Gespräch gefunden, sagt Köhler, habe aus seiner Gemeinde erzählt und den Erzählungen der anderen gelauscht, „man hat sich ausgetauscht und mal über den Tellerrand der eigenen Gemeinde geschaut“, und man habe sich gemeinsam auf ein Thema eingelassen; ganz gleich, ob man katholisch sei, evangelisch oder gar keiner Kirche angehöre.

Der ErlebnisRaum Taufe sei ein Angebot gewesen, erklärt Köhler, ein niedrigschwelliges Angebot, nichts Verpflichtendes, und dieses Konzept wertet sie als zukunftsweisend“: Einfach die Menschen mit einbeziehen, sie ansprechen, und dabei durchaus auf existenzielle Themen zurückgreifen, gastfreundlich, offen. Von „Kindern des Lichts“ hat Köhler im Gottesdienst am Sonntag gesprochen: Der Apostel Paulus meinte damit die Getauften. Sie haben die richtige Wahl (im Gegensatz zur Dunkelheit) getroffen. Aber sie sollen auch sichtbar sein, indem sie „ lichtgemäß“ leben. Wer getauft wird, wird in eine Gemeinschaft aufgenommen, die sich auf den Glauben an Jesus Christus beruft. Verbunden hat Köhler die Formulierung mit einer ausgestreckten Hand: „Kommt zu uns in unsere Gemeinschaft.“

Angedacht war, dass der ErlebnisRaum angebaut und auf Reisen geht, in andere Kirchengemeinden, aber diese Pläne habe sich in Luft aufgelöst. Ein Teil wird nun eingelagert, aber ein großer Teil reist nach Diepholz, wo er in der dortigen Kirchengemeinde in der Jugendarbeit eingesetzt wird. Das findet Köhler naturgemäß gut: „Besser, als wenn alles zerschlagen wird.“

Und wie geht es mit Dr. Heike Köhler selbst weiter? Ihre Stelle in Obernkirchen ist ja geteilt: Eine halbe für das Großprojekt, eine halbe für die Gemeindearbeit. 15 Monaten waren vorgesehen, eine ungewöhnliche Laufzeit der Anstellung, die mit dem Großprojektjetzt endet. Im August, sagt Köhler, werde sie von ihrem Amt entpflichtet, und dann werde sie Urlaub nehmen. Es wird ein langer Urlaub, irgendwo im Norden, wo man zu Fuß Dänemark besuchen kann.

Quelle: Frank Westermann, SZLZ vom 28.07.2021


Follow by Email
Instagram